„Nomi“, so nennt sich die Sängerin der Blitzkids. Eine Hommage an Klaus Nomi, der zur Erde gekommen war um die Kinder der Nacht zu unterhalten? Ein Ansatzpunkt. Eine Inspiration. Ihr Gesicht ist ebenso weiß geschminkt, ihre Haltung gerade, ihre Miene stolz. Sie könnte seine Schwester sein. Wie wäre es mit einem kleinen Lächeln? Nö. Das überlassen wir den Lady Dingsbums.
Denn bei Nomi und den Blitzkids geht’s nicht ums Posen, hier geht’s um Haltung. Genauso wie es bei der Musik von Blitzkids nicht um Style geht, sondern um Stil. Beide benutzen sowohl modisch als auch musikalisch starke Kontraste. Schwarz und Weiß. Wie ein Beat, der schlägt und die Musik mit Stromstößen vorantreibt.
Es geht nicht um Design. Es geht nicht um Musik. Es geht um den Kampf zwischen Licht und Schatten. Und das ist das Wesentliche. Denn die Idee Popmusik, Performance und Haltung zu verschmelzen ist immer noch da und hat die Achtziger überlebt. Einige sagten auch „New Romantic“ dazu, eine Bewegung, die sich als eine Reaktion auf den Punk verstand. Doch wenn es dem Punk darum ging Formen aufzulösen, ging es den „New Romantics“ darum Formen, neu zu belegen.
Blitzkids are out for the kill in 2011.